Landwirtschaft meets Naturschutz

„Statt übereinander zu reden, reden wir miteinander“, sagen sich die Studenten der Hochschule Anhalt und packen es an. Das „Wurzelwerk“ und das Junge DLG/Team Bernburg gaben den Startschuss zum Austausch unter den Studenten. Regelmäßige Treffen und Diskussionen über aktuelle Themen, die beide Seiten betreffen, sind etabliert. Einen Schritt weiter geht jetzt eine Exkursionsreihe mit drei Schwerpunktthemen.

Die Auftaktveranstaltung zum Thema Pflanzenschutz fand am Internationalen DLG-Pflanzenbauzentrum statt. Dabei wurden viele Fragen mit den Studenten geklärt und diskutiert:

  • Was bedeutet integrierter Pflanzenschutz?
  • Welche Möglichkeiten des Pflanzenschutzes gibt es vor dem Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel?
  • Warum und wann greifen Landwirte auf die Unterstützung chemischer Pflanzenschutzmittel zurück?
  • Wie werden die Mittel zugelassen und was muss bei der Anwendung beachtet werden?
  • Welche biologischen Möglichkeiten gibt es und warum ist der Einsatz vielenorts schwierig?

Die 14 Teilnehmer der Runde aus den beiden Studienrichtungen Naturschutz und Landwirtschaft zeigten auch bei der anschließenden Feldrunde großes Interesse. Dabei wurde deutlich, wie wichtig die Unkrautregulierung in den gerade auflaufenden Zuckerrüben ist oder wie groß der Schaden bei nicht durchgeführten Insektizidmaßnahmen im Raps sein kann.

Die Systemvergleiche zu den Themen Bodenbearbeitung und Fruchtfolge boten dabei zusätzlich Diskussionsstoff über Alternativen zu den klassischen Verfahren.

Am Ende des Nachmittags war man sich einig: Ein offener Austausch, die Möglichkeit, seine Fragen beantwortet zu bekommen und das Verständnis für die Arbeit des Anderen helfen uns allen die zukünftigen Herausforderungen zu meistern.

Und so sind auch die nächsten beiden Veranstaltungen im Mai und Juni zu den Schwerpunkten Düngung und Boden sowie Akzeptanz beziehungsweise Nicht-Akzeptanz von Biodiversitätsmaßnahmen bereits geplant.